01 Therapieinduzierte Ovarialinsuffizienz
Alkylierende Substanzen (z. B. Cyclophosphamid) sind besonders gonadotoxisch. Je nach Alter, Dosis und Substanzklasse kann es zu einer vorübergehenden Amenorrhoe oder einer permanenten chemotherapie-induzierten Menopause kommen. Wir diagnostizieren den hormonellen Status differenziert (AMH, FSH, Estradiol).
02 Akute Symptome lindern
Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und vaginale Trockenheit treten oft abrupt und intensiver auf als bei natürlicher Menopause. Bei hormonsensitiven Tumorerkrankungen stehen hormonfreie Verfahren im Vordergrund – SSRI/SNRI, vaginale PRP, EmpowerRF und gezielte Mikronährstofftherapie.
03 Knochen, Herz & Stoffwechsel
Der frühe Östrogenmangel erhöht das Risiko für Osteoporose und kardiovaskuläre Erkrankungen erheblich. DXA-Knochendichtemessung, kardiometabolische Diagnostik und ein strukturiertes Präventionskonzept gehören für uns zum Standard – unabhängig davon, ob eine HRT möglich ist.
04 Sexualgesundheit & Intimbereich
Das genitourinäre Syndrom (GSM) tritt nach Chemotherapie häufig und ausgeprägt auf. Vaginale PRP, EmpowerRF und – wo onkologisch vertretbar – lokale Östrogentherapie können die Lebensqualität deutlich verbessern. Wir beraten transparent und tumorartspezifisch.
05 HRT nach onkologischer Erkrankung
Eine systemische Hormontherapie ist nach hormonsensitiven Tumoren in der Regel kontraindiziert, kann in ausgewählten Fällen (z. B. nach nicht-hormonsensitiven Erkrankungen) jedoch sinnvoll sein. Entscheidungen treffen wir interdisziplinär mit Ihrer Onkologie.